Donnerstag, September 27, 2007

Montag, 10.09. bis Montag, 24.09. - Teil 3

Tere, da ich gestern viele andere Sachen zu tun hatte, werde ich erst heute abend den dritten Teil verfassen, indem ich über letzten Sonntag berichte. Eine Studentenorganisation mit dem Namen ESN schrieb die internationalen Studenten in der Vorwoche an und kündigte für den Sonntag einen Ausflug in die Natur an. Da sich das Ganze ziemlich gut anhörte, nahmen über 30 Studenten an diesem Ausflug teil.
Ausflug nach Taevaskoja (23.09.)
Bevor es aber zum Ausflug ging, brachte ich mit Bret (USA) noch den Mietwagen vom Vortag zur Autovermietung zurück. Bret wollte eigentlich auch an dem Ausflug teilnehmen, da er aber nicht ganz fit und auch noch müde vom Vortag war, ging er nach der Übergabe des Autos wieder zurück zum Studentenwohnheim, während ich mich auf den Weg machte zum "Brunnen der ewig küssenden Studenten" (="Suudlevad tudengid"), wo wir uns um halb 10 trafen, um dann gemeinsam zum Bahnhof zu laufen, von wo gegen 10 Uhr unser Zug nach Taevaskoja abfuhr. Hier ein Photo von Simon (aus Belgien) und Iina (aus Finnland) im Zug: Taevaskoja ist nicht weit von Tartu entfernt. Es liegt neben Põlva, was ja am Vortag unsere erste Station mit dem Auto war. Wir fuhren also zirka 40 Minuten mit dem Zug ehe wir gutgelaunt in Taevaskoja ankamen: Unterwegs in Taevaskoja (auf dem Bild sind Salome und Anya (beide aus Georgien) und noch zwei andere Mädchen aus Georgien, die ich kenne, deren Name mir im Moment aber nicht einfällt, sowie rechts - mit dem Ball - Agnieszka aus Polen): Ein für Estland typisches Grundstück mit Haus in Taevaskoja: Und noch ein weiteres Photo aus dem Ort Taevaskoja: Dann verliessen wir den Ort Taevaskoja, um noch ein bisschen weiter in die Natur zu laufen: Eine Birkenallee auf unserem Weg: Die Esten sind ein sehr sportliches und naturbegeistertes Volk. Wenn man zum Beispiel im Wald spazieren geht, kommen einem oft Mountainbiker entgegen, im Feld oft Inline-Skater oder Rollskifahrer und auch als wir an einem See im Wald nahe Taevaskoja ankamen, stellten wir fest, dass dort ein Wettkampf stattfand: Ein Orientierunslauf, der eine Mischung war aus einem Orientierrennen im Wald und Kanu fahren auf dem Fluss. Hier ein Bild von dem See: Wir spazierten weiter in den Wald, den ein Fluss durchschnitt an dessem Ufer an vielen Stellen Sandsteinfelsen hervorragten: Auf unserem Weg durch den Wald: Simon (aus Belgien), Kaire (aus Estland), ein estnischer Junge (keine Ahnung wie er heisst), Iina (aus Finnland), Salome (aus Georgien), noch ein Mädchen aus Georgien (auch keine Ahnung wie sie heisst) und Anya (aus Georgien) auf eben gesehener Holzbrücke (noch mal zur Erinnerung: auf die Bilder klicken zum Vergrössern - da man oft die Leute auf den kleinen Bildern schlecht erkennen kann bzw. auch die Landschaftsbilder nicht so schön, wie sie sind, herüberkommen): Kurze Rast bei der kleinen Wanderung: :-): Anya (aus Georgien) am Ufer des Flusses: Taevaskoja bietet wirklich eine tolle Natur: An der Stelle, die man in den letzten beiden Bildern sieht, sind wir dann für zirka 3 Stunden geblieben: Eine recht grosse Wiese mitten im Wald, die an zwei Seiten durch den Fluss begrenzt wird, hinter dem die Sandsteinfelsen in die Höhe ragen und auf denen wiederum der Wald sich fortsetzt. In dieser Zeit haben wir gepicknickt, ein bisschen mit Bällen gekickt und sind ein bisschen im angrenzenden Waldgebiet spazierengegangen. Kaire konnte sogar ein Reh beobachten. Hier ein Photo von Silvia (aus Kanada) und Martin (aus den Niederlanden). Silvia wohnte zwar in Kanada, hat auch fast ihr ganzes Leben dort gelebt, allerdings hat sie auch die estnische Staatsbürgerschaft, da ihre beiden Eltern Esten sind: Iina (aus Finnland) und Kaire (aus Estland) beim Rosinen essen: Silvia und ich: Einige der anderen Gruppenmitglieder: Iina, Kaire, Simon (aus Belgien) und ich machten uns schliesslich dann mal für eine gute Stunde auf, um die Gegend, um unseren Picknickplatz zu erkunden. Photos aus dem Wald oberhalb der Sandsteinfelsen: Iina, Simon und Kaire auf unserem Weg durch den Wald: Unterwegs trafen wir Tiiu, eine Estin aus unserer Gruppe, die sich - wie eine typische Estin es eben macht ;-) - Pilze im Wald zum Picknick-Snack gesucht hat: Auf dem Weg durch den Wald: Ich mit Simon: Unsere Gruppe von der anderen Seite des Flusses aufgenommen: Nachdem wir wieder zurück zu der Gruppe gestossen sind, ging es auch bald schon wieder auf den Rückweg - nahe an den Sandsteinfelsen vorbei,... ... aus denen ein kleiner Bach herauskam, dessen Wasser sehr frisch schmeckt,... ... wieder vorbei an dem idyllischen See... ... bis zu einem Ort, an dem wir eine weitere kleine Ess- und Trinkpause einlegten. Auf dem Bild sind Tiiu (Estland), Martin (Niederlande), Iina (Finnland) und Kaire (Estland): Paulius (aus Litauen), Simon (aus Belgien) und Silvia (aus Kanada): Im Vordergrund: Torbjörn (aus Dänemark), ich glaube, dass es Béla (aus Ungarn) ist, sowie Anya (aus Georgien), ein weiteres Mädel aus Georgien und Salome (auch Georgien): Nach dieser weiteren Picknickpause ging es schliesslich - zum Teil querfeldein - ... zurück in den Ort Taevaskoja,... ... von wo aus es mit dem Zug wieder zurück ging nach Tartu. Gegen 17 Uhr waren wir dann wieder in Tartu und nachdem ich einen einstündigen Mittagsschlaf gemacht hatte und mich ein bisschen ausgeruht hatte, bin ich schliesslich abends zu Miriam (aus den Niederlanden) gegangen, da sie an diesem Sonntag Geburtstag hatte und ein wenig in kleinem Kreis in ihrer WG feierte:
Miriams Geburtstagsfeier (Sonntag abend, 23.09.)
Hier zeige ich euch einfach ein paar Bilder ohne viel Text: Gifford (aus Hong Kong, China), Cassandra (aus den USA), die wir nur Cassie nennen, Lukas (aus Deutschland) und Miriam aus den Niederlanden: Bret (USA), Anya (Lettland) und Gifford: Ich mit dem Geburtstagskind: Und die zwei Amerikaner Bret und Cassie: Die Geburtstagsfeier war ein schöner, gemütlicher und sehr lustiger Ausklang des Wochenendes. --- Ja und was es sonst noch so bei mir gibt: Diese Woche habe ich mal wieder 3 Tage geschafft bzw. morgen ist der 3.Tag der Woche, an dem ich arbeiten muss. Es geht weiterhin ganz gut voran. In den letzten Tagen habe ich gemessene Daten aus Skandinavien und dem Baltikum mithilfe einer Wetterkarte visulisiert, dann mit dem HIRLAM-Modell eine Vorhersage für die nächsten 6 Stunden erstellt und danach habe ich das Modellgebiet auf Estland verkleinert und das Modell dann nochmals mit den neuen Randbedingungen und besserer Auflösung laufen lassen. Ich fange also langsam an, durchzublicken, wie das alles hier so funktioniert :-). Unsere Wohnung ist seit gestern richtig voll. Im Zimmer ganz links wohnt Johannes, der PhD-Kandidat aus Greifswald/Berlin. Seit gestern ist seine Freundin hier, die wohl gut eine Woche bleibt. Sie habe ich allerdings bis jetzt noch nicht getroffen. Ich teile mein Zimmer ja mit Chris. Seit gut 2 Wochen aber zusätzlich noch mit einem Mädchen aus Polen. Sie ist nämlich seitdem Chris' Freundin und verbringt fast die ganze Zeit mit ihm bei uns in der Wohnung. Über Nacht ist sie sowieso immer in unserem Zimmer. Aber das Ganze ist kein Problem, da alles okay abläuft. In das dritte Zimmer ganz rechts ist gestern ein Junge aus Finnland eingezogen. Er scheint ganz nett zu sein. Ich habe allerdings bisher nur 5 Minuten mit ihm gesprochen. Sein Name ist Tuomas. Ja und sonst habe ich - wie ihr ja gesehen habt - diese Woche viel gebloggt, intensiver Estnisch gelernt und ein paar Verwaltungssachen erledigt. Gestern war ich mit ein paar Leuten in einer Kneipe (Zavood) und heute haben wir mit 8 Leuten einen Ausflug gemacht - ein bisschen ähnlich zu dem am Sonntag nach Taevaskoja. Die Photos zeige ich euch dann im nächsten Post von mir. Es war bisher eine nette Woche. Einen Schrecken habe ich mir aber auch geholt: Und zwar habe ich am Montag abends gemerkt, dass mein Rucksack, in dem ich einige Sache hatte, nicht mehr da war. Nach etwas Überlegung fiel mir ein, dass ich ihn eigentlich nur mittags im McDonalds vergessen haben konnte. Und so war es auch: Ich habe ihn beim Essen unter dem Tisch abgestellt und dann beim Verlassen schlichtweg vergessen. Gott sei Dank, war der Rucksack aber abends noch - inklusive allen Inhalts - im McDonals :-). Da war ich wirklich sehr erleichtert. Okay, das war's für heute mit dem Bloggen. Ich werde jetzt noch das Mainz-Spiel im Ticker fertig verfolgen - zur Halbzeit führen wir ja 1:0 :-D. Hoffentlich wird das Spiel mal wieder gewonnen... Also, bis bald. Head aega!!!

Dienstag, September 25, 2007

Montag, 10.09. bis Montag, 24.09. - Teil 2

Sooo... wie versprochen, schreibe ich heute die Fortsetzung von meinem Post, den ich gestern leider nicht komplett zu Ende führen konnte. Wieder mal sitze ich zu später Stunde allein in meinem Institut, verfolge im Kicker-Live-Ticker parallel die Bundesliga und geniesse es in aller Ruhe das Internet benutzen zu können. So kann ich euch vom bisher besten Wochenende berichten, was ich hier verbracht habe.
Samstag, 22.09. - Autotour durch Estlands Südosten
Nachdem ich Freitag abend mit Bret (USA), Casey (Australien), Annika und Kaire (beide Estland) im "Catwalk" (nette Mischung aus Café und Kneipe in der Fussgängerzone) abendessen gewesen war und danach leichtsinniger Weise noch im Institut bis nachts um halb 3 gechattet hatte, befürchtete ich, dass ich an diesem Samstag ziemlich müde an dem Auto-Trip teilnehmen würde, da ich ja auch schon wieder um halb 8 aufstehen musste. Ich war allerdings an diesem Samstag zum grössten Teil ziemlich fit. Um viertel nach 8 war ich mit Bret verabredet und wir machten uns auf den recht langen Spaziergang zur Autovermietung, bei der wir unser Auto, welches wir für einen Tag mieteten, um 9 Uhr abholen sollten. Gut gegen meine Müdigkeit war, dass wir in dieser Zeit sehr viel Sauerstoff schnappen konnten. Überhaupt waren wir an diesem Samstag sehr viel an der frischen Luft (wie ihr sehen werdet), sodass ich deshalb wohl nie richtig müde wurde. Naja... auf jeden Fall konnten wir dann unseren Renault Clio in Empfang nehmen... ... und dann die anderen drei Ausflugsteilnehmer, die wir gütigerweise länger ausschlafen liessen, an unserem Studentenwohnheim abholen. Mit uns auf die Reise sind noch gegangen: Iina (aus Finnland), Kaire (aus Estland) und Casey (aus Australien). Die Idee ein Auto zu mieten hatten wir schon seit längerer Zeit. Die endgültige Entscheidung an diesem Samstag einen Roadtrip zu machen fiel aber erst 12 Stunden vor dem Start, weil die Wettervorhersage eigentlich nicht so gut war, was sich aber am Samstag Gott sei Dank nicht bewahrheitete. Casey haben wir sogar erst Freitag spät abends informiert über unsere Pläne und er hat spontan zugesagt. Ich kannte ihn vorher nicht wirklich, aber Bret hat ihn gefragt, ob er teilnimmt und so haben wir glücklicherweise noch einen fünften Teilnehmer gehabt. Ja und so ging es dann gegen halb 10 auf in den Südosten Estlands: Unsere erste Station ist die Stadt Põlva gewesen. Dies ist eine gemütliche Kleinstadt (rund 6.500 Einwohner) circa 50 km südöstlich von Tartu. Da sie die grösste Stadt der Region ist, ist Põlva Hauptstadt von Põlva maakond (Estland gliedert sich in 15 maakonnad). Kaire und Iina vor dem Stadtplan: Wir (auf dem Bild Casey, Iina, Kaire und Bret) auf dem Weg... ... zu dem See, der euch sicherlich aufgefallen ist in der Mitte des Stadtplanes: Casey, Iina und verdeckt Bret beim morgendlichen Spaziergang entland des Seeufers: Die evangelische Kirche zu Põlva - man erkennt schon architektonische Unterschiede zu deutschen Kirchen, oder? Eine Schildkombination zum Schmunzeln, die wir an der Hauptstrasse gesehen haben: Unser Frühstück im Park in Põlva (Bret, Casey, Kaire, Iina): Frisch gestärkt ging es dann schliesslich weiter in Richtung Setumaa. Setumaa ist eine kleine Region im äussersten Südosten Estlands (bzw. ein Teil von Setumaa liegt auch schon im russischen Gebiet), deren Einwohner (die Setukesen) sich eine starke Tradition bewahrt haben. Die Setukesen sind ein orthodoxes Volk, welches die Sprache Seto spricht, die verwandt mit dem Estnischen ist. Auf dem Weg dorthin haben wir auch die tolle estnische Landschaft geniessen dürfen. Ein paar typische Bilder aus Estlands Landschaft, die ich aus dem Auto aufgenommen habe: Letzteres Bild ist übrigens schon in dem Ort Värska aufgenommen. In Estland sieht es so in den kleineren Städten und Dörfern aus. Viel Grün, grosse Grundstücksflächen, die Häuser sind oft ungefähr 50 bis 500 Meter auseinander. Das Ganze ist schon sehr idyllisch. Bis auf in den grösseren Städten ist alles nicht so eng bebaut wie in Deutschland. Und selbst in den grösseren Städten gibt es oft viel mehr Grün- und Naturflächen. In Värska waren wir in einer Art Freilichtmuseum, welches zeigt, wie die Leute in Setumaa lebten und anscheinend auch heute noch teilweise leben: Im Inneren eines typischen Hauses in Setumaa: Ein Bild von Bret, Kaire, Casey und Iina in diesem Haus: Und die weiteren Bilder aus Värska: Bret und Iina,... ... sowie Iina und Kaire beim Spielen :-): Bret und Iina mit einer Katze: Danach sind wir dann in ein Setu-Restaurant gegangen und haben uns mit typischen Setu-"Getränken" gestärkt: Casey und Kaire beim Löffeln dieses "Getränkes", welches Kama heisst und so etwas ist wie dicke Sauermilch mit Getreidekörnern drin, sowie Apfelstücken oder Rosinen: Wie Kaire gesagt hat, ist Kama nicht nur in Setumaa, sondern auch im Rest von Estland eine Art National"getränk". Nach der Stärkung ging es dann weiter in das wohl isolierteste Dorf Estlands: Saatse, welches auch in Setumaa liegt und welches nur über russisches Territorium zu erreichen ist. Dieses Photo ist beim Übergang in das russische Territorium entstanden. Auf dem russischen Territorium auf dem Weg nach Saatse ist es verboten, mit dem Auto anzuhalten und es ist natürlich auch verboten dort zu laufen: Natürlich ist die Strasse vom übrigen russischen Territorium mit Stacheldraht gesichert falls doch jemand mal dort aussteigen sollte und das russische Gebiet ist natürlich genauestens mit den Pfählen mit dem russischen Doppeladler markiert: Schliesslich zurück auf estnischem Territorium erreichten wir Saatse, wie erwähnt: den isoliertesten Ort Estlands: Interessant war es, die orthodoxe Kirche mit angrenzendem Friedhof zu sehen, da diese ganz anders aussehen wie z.B. in Deutschland: Ausser den architektonischen Unterschieden fällt besonders auf, dass auf den Grabsteinen Photos zu sehen sind und dass direkt am Grab Bänke stehen. Von Saatse ist es dann nur noch ein paar Meter zur "richtigen" russischen Grenze hinter der dann tausende Kilometer bis zum Pazifik hin sich Russland erstreckt. Leider durften wir nicht weiter als bis zu dieser Grenze: Ich vor dem russischen Grenzpfahl: Ja, und dann mussten wir natürlich wieder umgekehren und durch Saatse (was ja auch zu Estland gehört) und die circa 1 km russisches Territorium wieder zurück nach Estland fahren: Anschliessend sind wir in Setumaa ein wenig durch die "Pampa" getourt,... ... wobei ich auf einmal folgende SMS erhielt :-) ...: ... und wo Bret einmal eine zu sandige Strasse für ein französisches Auto ;-) wählte: Auf einmal tat es nämlich einen Schlag, weil der Sand für unseren Unterboden zu hoch war und ein Teil der Ersatzradabdenkung vom Unterboden wurde entfernt. Nach diesem kleinen Schock verliessen wir Setumaa wieder und fuhren in das Dorf Võõpsu, welches in der Nähe des "Pihkva järv" liegt. Der "Pihkva järv" ist ein See, der ein kleiner Fortsatz des "Peipsi järv" ist, wobei dieser kleine Fortsatz eine etwas grössere Fläche hat als der bekannte Balaton in Ungarn. Der "Peipsi järv" ist dann aber ungefähr 4-5x so gross wie der Balaton. Bevor wir aber zu dem "Pihkva järv" gefahren sind, wollte wir uns in dem Dorf Võõpsu ein wenig stärken. Auf dem Weg nach Võõpsu habe ich ein von Skandinavien bekanntes und beliebtes Schild photographiert, welches man auch in Estland ziemlich häufig sehen kann: Da wir aber mit keinem Elch zusammengestossen sind, haben wir nach einiger Zeit Võõpsu erreicht... ... und uns dort im Laden (es funktioniert dort noch wie in vielen Tante Emma-Läden: Man sagt der Kassiererin bei den meisten Artikeln, was man haben möchte und sie holt es hinter der Theke hervor)... eine Stärkung für die weitere Reise geholt. Auf dem Bild sind Bret, Iina und Kaire: Ich habe mir eine leckere Wurst gekauft :-): Und hier noch ein Bild von Kaire und Casey: Frisch gestärkt fuhren wir dann weiter nach Lüübnitsa, das direkt am Ufer des "Pihkva järv" liegt. Dort bestiegen wir einen Aussichtsturm, ... (hier Kaire): ... von dem wir (hier: Bret, Iina, Kaire, ich) ... ... eine gute Aussicht hatten: Das Gebiet auf der anderen Seite ist schon Russland - ein guter Schwimmer könnte theoretisch bestimmt rüber schwimmen - das Ganze ist allerdings natürlich nicht empfehlenswert und es befinden sich auch Beobachtungsposten entlang des Ufers: Und ein Blick in Richtung Lüübnitsa am Ufer des "Pihkva järv": Nachmittags, ja besser gesagt schon abends, machten wir uns auf den circa 45 km langen Weg in den Süden nach Võru, von wo es nochmals zirka 15 km waren bis zum Suur Munamägi, dem höchsten Berg... mhhh... 'tschuldigung... der höchsten Erhebung des gesamten Baltikums. Der Suur Munamägi (übersetzt ins Deutsche: Grosser Eierberg) hat eine Höhe von 318 Metern. Das Gebiet um Võru herum ist allerdings ziemlich hügelig und sehr idyllisch. Hier wieder ein Photo aus dem Auto auf dem Weg nach Võru. Man sieht, dass hier im Norden schon der Herbst begonnen hat: Angekommen am Fusse des Suur Munamägi wurden erstmal ein paar Photos geschossen, ... (hier Casey, Bret, Kaire und Iina) (Bret, Kaire, Iina, Casey): ... bevor es ziemlich steil (keine Ironie!) bergauf ging. Oben angekommen hatte der Aussichtsturm aber leider schon geschlossen (zum zweiten Mal war ich auf dem Suur Munamägi; zum zweiten Mal konnte ich den angeblich wundervollen Ausblick von der Turmspitze nicht geniessen). So konnten wir nur den Turm selbst sehen, sowie die Wipfel der vielen Bäume rundherum: Aber auch ein Bild von der kompletten Reisegruppe liessen wir machen (Bret, ich, Iina, Kaire und Casey): Nachdem einige sich mit Äpfeln gestärkt hatten, andere mit den Äpfeln Fussball gespielt hatten (auf dem Bild sind Casey und Iina) ... ... fuhren wir über einen grossen Umweg über die lettische Grenze und die russische Grenze, bei dem wie die Landschaft genossen, wiederum zurück nach Võru. Võru ist die zweite Hauptstadt eines maakond (Võru maakond), die wir an diesem Tag besuchten. Mit knapp 15.000 Einwohnern ist Võru ausserdem die 12t grösste Stadt Estlands. In Võru gingen wir dann (es war wohl so gegen 21 Uhr) gut essen. Und das Essen dort war wirklich sehr gut und dazu noch reichlich. Ausserdem war es sehr lustig, dass mir irgendein älterer Este auf Deutsch viel erzählen wollte. Hier in Estland sprechen so viele Leute Deutsch - besonders auch ältere Menschen. Man kommt sogar oft mit Deutsch besser rum als mit Englisch. Das ist schon sehr interessant. Wir blieben in der Kneipe/dem Restaurant dort bis kurz vor Mitternacht. Essen, Trinken, Schwätzen - und hier einige Bilder: Das Restaurant bzw. die Kneipe - die Location war so irgendwas dazwischen: Bret und Iina: Iina und ich: Kaire und Bret: Ich und Casey: Bret und Iina beim Essen: Jaa und danach ging es dann zurück nach Tartu. Von Võru nach Tartu benötigt man zirka eine Stunde, sodass wir zwischen halb 1 und 1 von unserem Trip zurückgekehrt sind: Auf dem Bild holt Kaire gerade unser Souvenir aus dem Kofferraum: Ein Teil der Abdeckung des Ersatzrades vom Unterboden des Renault, welches Bret als Andenken mit auf sein Zimmer mitnehmen durfte. Tja, da wir jetzt schon wieder einige Minuten nach Mitternacht haben, muss ich meinen Bericht sogar in 3 Teile aufspalten und heute abend oder in den nächsten Tagen von unserem Sonntags-Ausflug berichten. Also, denn... schaut sehr bald wieder rein, denn... Fortsetzung folgt wieder...